Aus Stille wird Klang

Neue Tech­nik: Selb­st ein hochgr­a­di­ger Hörver­lust lässt sich heute ausgleichen.

Fast jede Art von Hör­min­derung kann mit­tler­weile durch das richtige Hörg­erät kom­pen­siert wer­den. Doch vor allem Men­schen mit hochgr­a­di­gen Beein­träch­ti­gun­gen mussten bish­er in Kauf nehmen, bes­timmte Fre­quen­zen nicht mehr wahrzunehmen. Neu ist eine Tech­nik, die selb­st diesen Betrof­fe­nen ein natür­lich­es Klanger­leben ermöglichen und die Kom­mu­nika­tion in jed­er Lebenssi­t­u­a­tion erle­ichtern kann — im Job eben­so wie in der Fam­i­lie oder beim Sport. Was die neuen Pow­er-Geräte kön­nen und für wen sie geeignet sind:

• Mehr Schall, mehr Klang: Ursache für beson­ders starke Hör­min­derun­gen sind häu­fig soge­nan­nte Kom­bi­na­tio­nen aus Schal­lleitungs- und Schallempfind­ungss­chwierigkeit­en im Innenohr. Das bedeutet unter anderem, dass die Sin­neszellen nur noch eingeschränkt die Fähigkeit haben, Schall­wellen so umzuwan­deln, dass sie im Gehirn als Töne ver­ar­beit­et wer­den kön­nen. Häu­fig ist diese Beein­träch­ti­gung ange­boren, sie kann aber auch später, etwa durch einen Unfall, entste­hen. Hörg­eräte wie das Sys­tem „Nai­da“ von Phonak ver­stärken den Schall. Dadurch wer­den Töne, vor allem in den hohen Fre­quen­zen, wieder hörbar.

• „Automatik“ im Ohr: Die neuen Hörg­eräte sind kleine Hochleis­tungsrech­n­er mit einem eige­nen Betrieb­ssys­tem. Aus über 200 Ein­stel­lun­gen ermit­teln sie in Bruchteilen von Sekun­den automa­tisch diejeni­gen, die das Hören in der jew­eili­gen Umge­bung opti­mal ermöglichen, etwa am Tele­fon oder im Freien. Zusät­zlich lassen sich auch manuell Änderun­gen vornehmen.

• Von Ohr zu Ohr: Ein umfassendes Klang­bild entste­ht nur, wenn bei­de Ohren Sig­nale wahrnehmen kön­nen. Dieses soge­nan­nte bin­au­rale Hören ermöglicht eine Tech­nik, bei der die Hörg­eräte bei­der Ohren miteinan­der kom­mu­nizieren und Töne in Echtzeit aufeinan­der über­tra­gen. Große Auswirkun­gen hat das unter anderem auf die Sprachverständlichkeit.

• Robust und zuver­läs­sig: Men­schen mit starkem bis hochgr­a­di­gem Hörver­lust sind extrem auf ihr Hörg­erät angewiesen. Beim Mate­r­i­al für die neuen Sys­teme set­zen einige Her­steller mit­tler­weile auf Glas­fas­er, die äußerst robust und lan­glebig ist. Außer­dem sind diese extra kleinen Geräte wass­er- und staubre­sistent, sodass sie auch beim Sport getra­gen wer­den können.

• Sin­nvolles Zube­hör: Ger­ade wenn es darauf ankommt, wirk­lich jedes Wort zu ver­ste­hen –zum Beispiel in ein­er Kon­ferenz – helfen externe Mikro­fone weit­er, die sich draht­los mit dem Hörg­erät verbinden. Die Zusatz­mod­ule sind teil­weise unauf­fäl­lig wie ein Kugelschreiber. Unter­suchun­gen zeigen, dass Hörg­eräteträger dadurch in laut­en Umge­bun­gen oder auf Dis­tanz bis zu 62 Prozent bess­er hören als Men­schen ohne Hör­min­derung.  (djd)

Weit­ere Infor­ma­tio­nen rund um das The­ma Hörver­lust und ‑lösun­gen gibt es unter www.phonak.de

Fotos: djd/Phonak