Zwei Stöcke als Anti-Aging Mittel

Der Traum vom ewigen Leben ist so alt wie die Menschheit

So lange es Men­schen gibt, existiert ver­mut­lich auch jener Wun­sch, lange zu leben. Oder in den Augen mancher noch besser: niemals zu ster­ben. Die durch­schnit­tliche Lebenser­wartung hat sich zwar zuletzt in den Län­dern der ersten Welt deut­lich erhöht. Den­noch ist bei rund 120 Jahren das Leben für Mann und Frau defin­i­tiv zu Ende. Gle­ich­wohl wollen immer mehr Men­schen länger und gesün­der leben. Das Zauber­wort heißt Anti-Aging, auf deutsch Altershemmung.

Dies ist die Geschichte von Manuela W. Es ist eine zunächst lei­d­volle Geschichte. Rück­blick, Wei­h­nacht­szeit vor eini­gen Jahren: Sie kann sich plöt­zlich kaum noch bewe­gen. Die kör­per­lichen Schmerzen treiben ihr nicht nur die Trä­nen in die Augen, son­dern ziehen sie auch psy­chisch in den tiefen Keller. Ihr Arzt diag­nos­tiziert einen Band­scheiben­vor­fall im Lenden­wirbel­bere­ich. Es folgt das übliche Pro­gramm: Oper­a­tion, Reha, Schmerzther­a­pie. Kurz nach ihrer Ent­las­sung aus einer All­gäuer Reha-Klinik bekommt sie einen Rückfall.

Natür­lich ist sie mit den Ner­ven am Ende. Denn wieder sind sie da, diese höl­lis­chen Schmerzen. Über ein Jahr ist die Frau kon­tinuier­lich in ärztlicher Behand­lung, lässt sich akkupunk­tieren, schluckt Medika­mente, sucht nach alter­na­tiven Ther­a­pien. Der Erfolg? Mäßig. Eines Tages rät ihr ein Arzt, täglich spazieren zu laufen, was zunächst sehr sim­pel klingt.

Das“, erin­nert sie sich, „war mir auf Dauer zu lang­weilig.“ Sie kauft sich nach einiger Zeit zwei Stöcke und beginnt mit Nordic Walk­ing. Der Beginn ihrer Erfol­gs­geschichte. Die Musku­latur baut sich Stück für Stück, Tag für Tag auf, die Schmerzen wer­den erträglicher, und die Mut­ter von zwei Kindern stellt irgend­wann erle­ichtert fest: „Mein Kör­per scheint straf­fer als zuvor. Ich fühle mich wohler, fit und einiger­maßen gesund.“

Seit Manuela W. diesen Trend­sport betreibt und zusät­zlich auf eine aus­ge­wo­gene Ernährung achtet, benötigt sie keine ärztliche Behand­lung mehr für ihr Bandscheiben-Problem. Sie lächelt, als sie uns ihre Geschichte erzählt, und sie wirkt zufrieden und psy­chisch stress­frei. Sie hat ihren ganz per­sön­lichen Weg gefun­den, um wieder fit zu wer­den – und damit den Ausweg aus der Krise. Und sie kann damit einige jener Punkte guten Gewis­sens abhaken, auf die Anti-Aging-Experten großen Wert legen.

Freddy Schissler

• Emp­fohlen wer­den beispiel­sweise regelmäßige Bewe­gung und damit ver­bun­den der Ver­brauch von min­destens 2000 bis 3000 Kalo­rien pro Woche.

• Übergewicht sollte durch aus­ge­wo­gene und gesunde Ernährung ver­mieden werden.

• Wer zum Baden an einen See oder ins Schwimm­bad geht, dem wird ger­aten, beizeiten ein schat­tiges Plätzchen zu suchen. Und selbst die Besuche in Solar­ien sind in den Augen vieler Medi­ziner für ein gesun­des Altern nicht unbe­d­ingt das Gelbe vom Ei.

• Das Raucherge­setz passt auch bestens ins Anti-Aging-Konzept: Wer raucht, altert schneller, war­nen Experten.

• Wer sich ständig neg­a­tivem Stress aus­setzt, bekomme schneller kör­per­liche Prob­leme. (fs)

Foto: © ARochau/stock.adobe.com


Baumeister Verlag | aktiv im Leben | Reiseerlebnisfuehrer.de