Waldbaden – Kick für Körper und Geist

Drei Übun­gen, um den Blut­druck zu senken, Stresshormone zu reduzieren und wieder zu einem erhol­samen Schlaf zu finden

Son­nen­strahlen scheinen wie flüs­siges Gold durch Äste hin­durch. In ihrem Licht leuchten unzäh­lige Schat­tierun­gen von Grün. Fröh­liches Zwitsch­ern und der satte Geruch von Erde erfüllen die klare, angenehm kühle Luft. Es ist Som­mer im Wald und ich liebe diese beson­dere Atmo­sphäre. Sie nährt mein Herz und ist dabei ein echter Pow­er­kick für die Gesund­heit. Das ist für mich sehr wichtig. Als sys­temis­cher Life-Coach und als Betrieb­swirtin für Gesund­heit und Sozial­we­sen spie­len Gesund­heit und Entspan­nung eine große Rolle. Wie senke ich meinen Blut­druck, reduziere Stresshormone und finde wieder erhol­samen Schlaf? Diese Fra­gen sind die Klas­siker in unserer dauergestressten Gesellschaft. Meine lieb­ste Antwort: Geh in den Wald und pro­biere fol­gende Übun­gen aus!

Jas­min Schlimm-Thierjung

Übung 1: Gehe, schauen!

In Urzeiten mussten wir den Blick schweifen lassen, um Gefahren frühzeitig zu erken­nen. Auch wenn uns im Wald heute keine lebens­bedrohliche Gefahren mehr begeg­nen, ist es wichtig, ein­fach mal wieder den Blick anzuheben und das periph­ere Sehen, das mit dem Gle­ichgewichtssinn in Verbindung steht, zu fördern! Alle Sinne wer­den geschärft. Wir sind hellwach und aufmerk­sam. Hebe den Blick an und schaue beim Laufen in die Gegend und nimm „alles“ auf! Mache das zuerst auf einem „guten“ Weg. Wenn du Prob­leme damit hast, dann pro­biere es nur immer mal kurz aus.

Übung 2: Acht­sam bar­fuß laufen!

Sebas­t­ian Kneipp hat uns schon beige­bracht, dass der Anfang aller Abhär­tung immer das Bar­fußge­hen bleibt. Es gewöhnt unsere Natur und unseren Kör­per am meis­ten an den Boden, die Erde. Es stärkt somit auch unser Immun­sys­tem und wir wer­den wieder geerdet, wenn uns ein­mal die Boden­hal­tung fehlt. Es hilft uns auch gelassener und acht­samer zu sein. Ziehe für diese Übung die Schuhe ein­mal aus und laufe ganz langsam über den Wald­bo­den. Suche einen möglichst weichen Wald­weg zu Anfang dazu aus. Am Ende stelle oder setze dich hin und gehe nochmals mit ungeteil­ter Aufmerk­samkeit zu deinen Fuß­sohlen und Füßen. Frage dich: Wie fühlen sich nun deine Füße an? Gibt es einen Unter­schied zum Anfang, als du die Schuhe ger­ade aus­ge­zo­gen hast? Wie fühlt sich dein Kör­per nun an?

Übung 3: Stille zwis­chen zwei Geräuschen hören

Schließe nach Möglichkeit die Augen. Ver­suche zu ergrün­den, wo das näch­ste Geräusch auf­taucht und nimm die Stille dazwis­chen als Raum um dich herum wahr. Ver­suche auch, wahrzunehmen, wie lange zwis­chen den Geräuschen Stille herrscht. Das ist nicht so ein­fach, nimm es spielerisch und freue dich,
wenn es kurze Momente der Stille gibt.

Wer richtiges Wald­baden ler­nen möchte, kann das an der Akademie für Wald­baden und Gesund­heit tun. Das Ange­bot ist eine span­nende Ergänzung für jedes Port­fo­lio von Coaches, Päd­a­gogen, Erziehern, Entspan­nungstrain­ern und allen Inter­essierten an diesem Thema. Auf dem Netzwerk-Waldbaden.com finden Sie einen der vie­len Kursleiter, die durch die Akademie aus­ge­bildet wur­den und in ganz Deutsch­land Wald­bäder zum Ken­nen­ler­nen und Schnup­pern einladen.

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